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Süßholz – Arzneipflanze des Jahres 2012

13.04.2012

Lat.: Glycyrrhiza glabra        Fam.: Fabaceae

Süßholz ist eine 1-1,5 m hohe Staude mit einem ausgedehnten Wurzelsystem, die gerne an ausgesprochen trockenen Stellen wie Sand- und Lehmböden wächst. Sie ist v.a. im Mittelmeerraum, Kleinasien und Kaukasus bis hin nach Zentralasien und Südrussland heimisch. In einigen Ländern, wie z.B. in der Türkei, Italien oder Spanien, wird Süßholz für die Herstellung von Arzneimitteln sowie Lakritz und Likören angebaut. Verwendet wird dafür die getrocknete Wurzel der Pflanze, die in kleine Stücke geschnitten in den Handel gebracht wird. Sie sind gelb und schmecken süß.

Wofür wird Süßholz eingesetzt?

Die bekannteste Verwendung der Süßholzwurzel ist sicherlich die Verarbeitung zum Lakritz.

Pharmazeutisch jedoch wird Süßholzwurzel vor allem bei Entzündungen der oberen Atemwege eingesetzt, da es schleimlösend wirkt und den Auswurf des Schleims fördert. Daher finden Sie Süßholzwurzel bei uns z.B. in vielen Husten- und Bronchialtees.

Zudem wird es noch zur Geschmacksverbesserung von einigen Arzneimitteln, Lebensmitteln und Genussmitteln verwendet, da der wichtigste  Wirkstoff in der Süßholzwurzel, das Glycyrrhizin (glycis=süß und rhiza= Wurzel), die 50-fache Süßkraft wie Rohrzucker besitzt.

Wie dosieren Sie Süßholzwurzel?

Für eine Tasse Tee nehmen sie 4,5 g der getrockneten Wurzel (ca. 1,5 Teelöffel), übergießen sie mit siedenem Wasser und lassen den Tee 10-15 min. ziehen. Sie können 2-3 mal täglich eine Tasse davon trinken.

Was ist bei der Einnahme zu beachten?

Süßholz sollten Sie nicht länger als 4-6 Wochen am Stück in hohen Dosen zu sich nehmen, da sonst die Gefahr von Blutdruckerhöhungen, Flüssigkeitseinlagerungen und verringerten Kaliumspiegeln besteht. Leiden Sie z.B. unter Bluthochdruck, Niereninsuffizienz oder einer Hypokaliämie, verzichten Sie lieber auf Süßholzpräparate oder seien Sie mit Ihrer Verzehrmenge sehr zurückhaltend.

Diese Nebenwirkungen der Süßholzwurzel sind auch der Grund, warum Sie bei sogenanntem Starklakritz (Lakritz mit mehr als 200mg Glycyrrhizin pro 100g Lakritz) Angaben zu Höchstverzehrmengen auf den Verpackungen finden.

 

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